Get Adobe Flash player

Nützliche Informationen rund um das Dach

Nichts ist für die Ewigkeit.

Das gilt leider auch für Häuser und ebenso für das Dach. Fachmännisch verlegt schirmt es jahrzehntelang das Haus vor Wasser, Hitze, Kälte, Wind und Wetter ab. Unabhängig vom Material, ob Schiefer, Faserzement, Dachziegel oder Dachsteine, setzen sich im Laufe der Jahre Schmutz, Flechten, Algen und Moose ab. Das hat ganz natürliche Ursachen und beeinträchtigt die Funktion und Lebensdauer der Dachdeckung in keiner Weise. Nicht selten jedoch ist die Optik des Hauses durch ein alt oder verschmutzt wirkendes Dach nachhaltig gestört. Über den rein optischen Anspruch hinaus ist mancher Hausbesitzer irgendwann mit der Farbe, der Form oder den Werkstoffen seines Daches nicht mehr glücklich.

Sanierungsbetriebe bieten oft eine vordergründig kostengünstige Lösung an:

Das Dachbeschichten von älteren Dächern wird nicht selten als Haustürgeschäft offeriert. Hier ist Vorsicht geboten. Denn einem soliden, intakten Dach kann durch eine Beschichtung massiver Schaden zugefügt werden.

Dachbeschichtung. Wenn Billiges richtig teuer wird.

Heute sparen - morgen zahlen. Eine Dachbeschichtung von ältere Dächern hat gleich mehrere Haken. Schon beim Hochdruckreinigen kann gelöster Schmutz in die Falze der Dachpfannen eindringen. Dadurch leidet die Regensicherheit der Deckung. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt in einer Pressemitteilung (25.03.2003), dass eine Hochdruckreinigung die Oberfläche der Dachpfannen angreifen könne. Der Abfluss von Niederschlag würde eingeschränkt. Zudem drohe eine Durchfeuchtung des Dachraumes. Auf chemische Keulen zur Reinigung, z.B. Pestizide, sollten Sie schon aus Umweltschutzgründen verzichten. Der nächste Schritt bei einer solchen "Sanierung" ist die chemische Beschichtung. Auch hier kann es Probleme geben. So werden entscheidende Stellen in den Falzen und im Überdeckungsbereich bei der nachträglichen Dachbeschichtung nie erreicht. Es bleibt einfach eine halbe Sache. Bei den geringsten Bewegungen, beispielsweise durch thermische Einflüsse, reißt die Beschichtung der überdeckt verlegten Dachpfannen in Längs- und Querfugen wieder auf. Feuchtigkeit kann an diesen "Sollbruchstellen" die Beschichtung unterlaufen und zum Ablösen führen. Eine Beschichtung hat eine ungewisse Zukunft. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass der natürliche Feuchtigkeitsausgleich von Dachziegeln durch eine nachträgliche Beschichtung empfindlich gestört werden. Die Frostwiderstandsfähigkeit kann so nachhaltig beeinträchtigt werden.

Die clevere Alternative: Ein neues Dach

Qualität zahlt sich aus, und dass Jahrzehntelang. Ein neu eingedecktes Dach mit Tondachziegeln steigert nachhaltig den Wert Ihrer Immobilie. Die heutige Qualität und die Oberflächeneigenschaften sind alten Materialien haushoch überlegen. Angesichts des Aufwandes für die Reinigung und Beschichtung einer Dachfläche bietet sich eine neue Deckung oder eine komplette Dachrenovierung anstatt einer Beschichtung an. Erst recht, wenn Sie bedenken, dass zu den Kosten für die Beschichtung noch die Kosten für das Gerüst, wenn es aus Gründen des Unfallschutzes vorgeschrieben ist, hinzu kommt.

Beschichtung :

  • Verbraucherzentralen warnen vor den Folgenschäden einer Dachreinigung, wie z.B. der Durchfeuchtung des Dachinnenraumes.
  • Manchmal werden Unfallschutzmaßnahmen, z.B. ein Gerüst, schlicht "eingespart".
  • Eine unsachgemäße Begehung des Daches kann Haarrisse in Dachsteinen und Dachziegeln verursachen.
  • Vorsicht vor Haustürgeschäften mit Beschichtungsfirmen.
  • Sämtliche Verfalzungen und Überdeckungsbereiche werden bei einer Beschichtung nicht erreicht.
  • Eine Beschichtung kann die natürliche Belüftung des Daches einschränken.
  • Die Haltbarkeit und der optische Effekt einer "Sanierung" sind ungewiss.

Die Dacherneuerung

Der Dachdecker-Fachbetrieb überprüft die Dachkonstruktion, führt die notwendigen änderungen durch:

  • Neue Tondachziegel sind in der Qualität und in den Oberflächeneigenschaften alten Materialien haushoch überlegen.
  • Mit neuen Tondachziegeln in vielen Formen und Farben haben Sie neue Gestaltungsmöglichkeiten.
  • Der Gesamtwert Ihrer Immobilie steigt mit einer Dacherneuerung deutlich und nachhaltig.
  • Eine Umdeckung ist günstiger, als Sie denken.
  • Die Haltbarkeit einer Neueindeckung ist über Jahrzehnte gesichert.

Nachträgliche Beschichtungen von Tondachziegel und Dachsteinen:

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach e.V. Aus gegebenem Anlass möchten wir den Artikel der Arge Ziegeldach aufnehmen und veröffentlichen. Sie sind wieder unterwegs, die Dachbeschichter. Wir warnen, diesen Leuten auf den Leim zu gehen. Klein und verschämt am Rande- insbesondere von Regionalmessen platziert - finden sich immer wieder Stände mit Produkten zur nachträglichen Dachbeschichtung von Dachsteinen, Dachziegeln, Faserzementplatten (Asbest) und sogar Naturschiefer. Anhand kleiner Modellstände wird demonstriert, wie einfach Reinigung und nachträgliche Beschichtung durchzuführen sind! Wer kennt das nicht?

Die Preise werden mit ca. 15 bis 20 €/m² angegeben. Kokettiert wird mit dem deutschen Sauberkeitssyndrom. Die Dachflächen wirken wieder wie neu, das Eindeckmaterial hielte doppelt so lange, Beschichtungen würden einen Aufheizschutz im Sommer gewährleisten und bessere Wärmedämmeigenschaften im Winter verursachen, sogar der Schornsteinfeger könne diese Flächen weitaus besser begehen als vorher.

Tenor fast aller Aussagen: Moose und Flechten runter; Acrylbeschichtung rauf und schon hat man Jahrzehnte lang Ruhe. Für alle Beschichtungen werde eine Gewährleistung zwischen zwei und drei Jahren übernommen. Wir kennen diese Aussagen auch aus früheren Zeiten im Zusammenhang mit Fassadenanstrichen, die beim zweiten Anstrich die "Rolle rückwärts" machten, weil sie dann eben nicht mehr dampfdiffusionsoffen waren. Stellen wir uns einmal die

Beschichtungsarbeitsgänge, durch "Fachpersonal" auf dem Dach ausgeführt, vor:

Die Dachfläche wird gereinigt. Ob hier Dampfdruck oder Wasserdruck (bei Asbestdächern sowieso verboten) eingesetzt wird, ist nachrangig. Bedeutend ist, dass bei verfalzten Eindeckstoffen und auch im Überdeckungsbereich Substrate verbleiben. Diese wären nur im Falle einer Umdeckung, also bei Freilage des Ziegels, entfernbar. Die Beschichtung wird aufgebracht - besser gesagt, eine wässrige Farbe wird in der Regel aufgespritzt. Die meisten nachträglichen Beschichtungsmassen werden aus Acrylaten hergestellt. Schon nach einem Jahr sind erfahrungsgemäß im Bereich der Verfalzungen Ablösungen des Farbauftrages sichtbar, bewirkt durch den fehlenden Kontakt des Anstrichs mit dem Untergrund. Der Substrateinschluss ist hierfür die Ursache. Weiter Ursachen sind: Filmabrisse in der Beschichtung im Fugenbereich: Eindringen von Feuchte über die Kapillare ( Unterseite des Dachziegels ). Diese eingedrungene Feuchte wirkt gewissermaßen als Trennschicht zwischen Trägermaterial und Beschichtung. Die Beschichtung löst sich vom Trägermaterial zunächst in Blasenform, später in größeren Filmteilen. Auch die zugesicherte Farbechtheit kann nicht eingehalten werden. Nachträgliche Acrylbeschichtungen können nicht auf Dauer UV-beständig sein. Die Verblassungseffekte stellen sich schon nach kurzer Zeit ein (ein bis zwei Jahren).

Eine weitere Oberflächenzerstörung der Beschichtung erfolgt im Laufe der Zeit durch Bakterien, die sich überall dort einnisten, wo Abplatzungen vorausgegangen sind.

Durch Reinigungsvorgänge und der damit verbundenen Dachbegehung können verborgene Schäden verursacht werden, deren Auswirkungen erst später festzustellen sind und für die dann niemand herangezogen werden kann.

Fazit:

Nachträgliche Beschichtungen sind im Zusammenhang mit den keramischen Eigenschaften des Dachziegels als überflüssig und sogar schädlich einzustufen. Schädlich, weil die vom Hersteller zugesicherte Frostbeständigkeit des Dachziegels durch Veränderung der Kapillarsituation und Störung des Feuchteaustausches nicht mehr gewährleistet werden kann. Darüber hinaus verunglimpfen die stumpfen oder durch Umwelteinflüsse stumpf werdenden Farben die Ästhetik des Ziegeldachs.
Beschichtungen sind als nicht nachhaltig dauerhaft einzustufen, da sie in der Regel die zugesicherten Gewährleistungsphasen kaum überstehen.

10 Punkte zu nachträglichen Beschichtungen:

  1. Nachträgliche Beschichtungen, z. B. auf Basis von Acrylaten, können die keramischen Eigenschaften des Dachziegels negativ beeinflussen, beispielsweise Abtrocknungsverhalten, Frostbeständigkeit. Kleinere nachträgliche Farbaufträge, z. B. an Schnittkanten etc., sind hiervon ausgenommen.
  2. Die UV-Beständigkeit von nachträglichen Beschichtungen ist im Regelfall nicht nachgewiesen.
  3. Verbesserung der Lebensdauer, des Wärmeschutzes, etc. sind reine Behauptungen.
  4. Nachträgliche Beschichtungen führen zu stumpf wirkenden Erscheinungsbildern der eingedeckten Fläche.
  5. Die Farbechtheit wird angezweifelt.
  6. Die werblichen Aussagen entsprechender Produkte sind nicht nachvollziehbar und zum Teil ohne Nachweis.
  7. Prüfzeugnisse oder Produktdatenblätter liegen entweder nicht vor oder enthalten Behauptungen.
  8. Nachträgliche Beschichtungen werden häufig von Drückerkolonnen aufgebracht, die von der Gewährleistung her nicht in Anspruch genommen werden können.
  9. Reinigungsvorgänge auf dem Dach führen erfahrungsgemäß zu mehr Schäden, als sich diese durch Grünbildung einstellen würden.
  10. Auf Dachziegeln haben nachträgliche Beschichtungen nichts zu suchen.

Anträge für die Förderkredite können bei Banken oder Sparkassen gestellt werden.
Weitere Informationen gibt es bei der Hausbank, beim KfW-Informationszentrum unter der
Telefon-Nr : 0 18 01 / 33 55 77 oder unter www.kfw.de.